Wahlprüfsteine Tanz Berlin 2021

Wir freuen uns, heute, die gemeinsam mit dem Netzwerk TanzRaumBerlin initiierten Wahlprüfsteine für die kommende Bundestagswahl sowie der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin sowie die entsprechenden Antworten der angefragten Landesverbände der Parteien zu veröffentlichen. Beide Wahlen finden am Sonntag, den 26.09.2021 statt.

Die Wahlprüfsteine sind unser Mittel, die zur Wahl stehenden Parteien um Positionspapiere für drängende kulturpolitische Fragen zu bitten. Wir haben von allen vom ZTB e.V. und dem Netzwerk TanzRaumBerlin kontaktierten Parteien – der SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke sowie die Freie Demokratische Partei – eine Antwort erhalten. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken!

Das Netzwerk TanzRaumBerlin sowie der ZTB e.V. haben gemeinsam fünf Wahlprüfsteine mit jeweils zwei bis drei Fragen formuliert. Darunter zählen Themenbereiche wie die Fortsetzung und Weiterentwicklung angestossener Initiativen zur „Kontinuität künstlerischen Arbeitens“, zur „Stärkung dezentraler Infrastruktur“ und einer „Neuen Zentralen Einrichtung für den Tanz“, aber auch zur Stärkung der Positionen des Runden Tisch Tanz und zur Weiterentwicklung und Neuausrichtung von Förderinstrumenten. Die Wahlprüfsteine und die Fragen veröffentlichen wir im Anhang gemeinsam mit den Antworten der Parteien.

Die anstehenden Bundestagswahlen sowie die Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin sind entscheidend wichtig für die weitere Entwicklung der Kulturpolitik in Land und Bund. Bitte informiert euch über die Positionen der Parteien. Bildet euch eine Meinung und beteiligt euch aktiv an Diskussionen. Gerne nehmen wir auch in Zukunft eure Anregungen, Ideen und Forderungen auf. Kontaktiert auch die/den für euren Wohnort zuständige*n Abgeordnete*n und sucht das Gespräch. Und vor allem: Geht wählen!

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

CDU

DIE LINKE

FDP

SPD

Kultur Räume Berlin: Vergabe zweier Tanz-Proberäume „Georg-Knorr-Straße“

Kultur Räume Berlin, vertreten durch die Kulturraum Berlin GmbH, vergibt an professionell arbeitende Künstler*innen im Rahmen des Arbeitsraumprogramms (ARP, bisher betreut durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa) und in Kooperation mit der Gesellschaft für StadtEntwicklung gGmbH zwei subventionierte, neu hergerichtete Probe-/Produktionsräume Tanz in der Georg-Knorr-Str. 4 in Berlin-Mahrzahn ab Juni 2021.Der Standort hat eine sehr gute Anbindung an den ÖPNV: S7 (Station Berlin-Mahrzahn, Anbindung an S-Bhf Ostkreuz), Tram 16, 27, M6, M17 (Station Gewerbepark Georg Knorr, Anbindung an S-Bhf Landsberger Allee).

Die Räume befinden sich im 1. OG eines ehemaligen Fabrikgebäudes, auf dem gleichen Geschoss befinden sich u. a. die neuen Seneca Intensiv Studios. Der Mietbeginn erfolgt voraussichtlich ab dem 01.06.2021.

Proberaum Nr. 1: Tanzraum 123,78 m2 + Büro 28,68 m2 (zzgl. Duschen, WCs) -> mtl. Gesamtkosten inkl. Strom 997,17 €.

Proberaum Nr. 2: Tanzraum 83,03 m2 + Büro 8,85 m2 (zzgl. Duschen, WCs) -> mtl. Gesamtkosten inkl. Strom 616,84 €.

Die Räume werden von zwei Unterzügen überspannt, an diesen Stellen beträgt die lichte Raumhöhe 3,46 m bzw. 3,86 m, die Türbreite beträgt jeweils 1,25 m. Alle Wände sind weiß gestrichen, der Estrichfußboden wurde mit einer hellgrauen, matten Farbbeschichtung versehen bzw. ist in den beiden Tanzräumen mit Schwingboden und Tanzteppich ausgestattet.

Detaillierte Informationen zu den Räumen finden sich hier. (Infoblatt als pdf zum Herunterladen s.u.)

Bewerben können sich sowohl Einzelkünstler*innen als auch Nutzer*innen-Gruppen/Zusammenschlüsse von bis zu fünf Mietparteien pro Raum. Die Räume werden für 12 oder 24 Monate vergeben, Verlängerungen sind bis zu max. vier Jahre möglich. Die Auswahl erfolgt durch einen spartenspezifischen, unabhängigen Vergabebeirat für Darstellende Künste und Tanz im Rahmen des ARP.

Die beiden Besichtigungstermine am 13.04. und 27.04.2021 finden ausschließlich digital statt.

Bei der Kulturraum Berlin GmbH ist eine Voranmeldung über folgenden Link https://kultur-raeume-berlin.everreal.co/app/public/listings erforderlich.

Besichtigungstermine:

13.04.2021, 16.00-17.30 Uhr (Online via Zoom)

27.04.2021, 16.00-17.30 Uhr (Online via Zoom)

Bewerbungsfrist: 09.05.2021

Infoblatt der Kultur Räume Berlin: Vergabe von zwei Tanzräumen+Büro_Georg-Knorr-Str. 4_Infoblatt Kulturraum Berlin GmbH März 2021

Mit diesem CryptPad bietet die Kulturraum Berlin GmbH die Möglichkeit zur selbstorganisierten Vernetzung als Nutzer*innengemeinschaft: https://cryptpad.fr/pad/#/2/pad/edit/dPX2YXJ9zv-inZyZPDSbjWeT/
Es funktioniert wie eine Pinnwand, hier können Kontakte zu anderen Bewerber*innen gesucht werden, um Nutzer*innengemeinschaften im Vorfeld der Bewerbung abzuklären oder zu finden.

Statement der Tanzpraxis-Stipendiat*innen

Die Stipendiat*innen des Berliner Tanzpraxis-Stipendiums haben ein gemeinsames Statement zur Weiterführung des Programms veröffentlicht:

Die Tanzpraxis-Stipendien wurden im Rahmen des unter der Trägerschaft des ZTB durchgeführten Runden Tisch Tanz 2018 von der Arbeitsgruppe „Money and More“ entwickelt und werden 2020 und 2021 als Pilotprojekt von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa umgesetzt.

Das Stipendium ist zur Förderung der nachhaltigen künstlerischen Entwicklung von professionell ausgebildeten und/oder arbeitenden Tänzer*innen sowie Choreograf*innen in Berlin bestimmt.

​Von den rund 2500 in Berlin arbeitenden Tanzschaffenden haben 41 das Tanzpraxis-Stipendium 2020/21 erhalten.

Umfrage (geschlossen)Tanzvermittlungszentrum Berlin

Die Steuerungsgruppe des Berliner Tanzvermittlungszentrums (Nora Amin, Elena Basteri, Janne Gregor, Gabriele Reuter) möchte Sie einladen, sich an dieser Umfrage zu beteiligen.

Im Rahmen der Konzeptionsphase des künftigen Berliner Tanzvermittlung Zentrums wollen wir Informationen, Meinungen, Erfahrungen und Wünsche sammeln, um gemeinsam das Konzept des Zentrums zu gestalten. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich die Zeit (circa 15 Minuten) nehmen, um uns Ihren Input zu geben und diese Einladung auch an potentielle Interessenten weitersenden könnten.

 

Die Umfrage wurde von der Soziologin Melisa Bel Adasme entworfen und vom begleitenden Team der Konzeptionsphase (Angela Alves, Elisa Ricci, Joy Christine Ritter, Sven Seeger and Teo Vlad) mitgestaltet.

Wir hoffen, alle Beiträge bis zum 3. März einsammeln zu können.
Dies ist nur ein erster Schritt auf dem Weg einer längeren partizipativen Zusammenarbeit. Los geht’s!

Aktive AGs

Du bist ZTB Mitglied und hast Lust / Interesse an einer der AGs aktiv mitzuwirken? Schreib uns eine Email an: vorstand(at)ztberlin.de  Einige der AGs sind auch für Nicht-Mitglieder offen. Fragt einfach nach bei Interesse.

Übersicht AGs

AG Decolonize / Dance

Decolonize / Dance ist eine Arbeitsgruppe, die 2024 gegründet wurde, um repressiven Entwicklungen in Deutschland im Kontext Palästina / Israel entgegenzutreten. Als Tanzschaffende verurteilen wir den Genozid in Gaza und reflektieren kritisch, wie sich das Tanzfeld in Berlin in dieser Zeit verändert hat.

Unsere Aktivitäten als AG Decolonize / Dance thematisieren das sich verschärfende Klima der Angst und der kulturellen Zensur in Deutschland und zeigen auf, wie unsere Arbeit als Tanzkünstler*innen mit der aktuellen politischen Realität sowohl in Berlin als auch international verflochten ist.

Kontakt: ztbagdd@proton.me

AG Tanzförderung

Impuls für die Gründung der AG Tanzförderung waren die Jury-Entscheidungen vom Jahr 2023, bei der zahlreiche etablierte Tanzkünstler*innen und Gruppen aus der Basis- und Konzeptförderung gefallen und damit in eine existenzbedrohende Lage geraten sind. Wieder einmal offenbarte sich die prekäre Natur des Fördersystems für Tanz in Berlin. Die AG hat sich mit dem Ziel gegründet, das Berliner Fördersystem zu reformieren und eine strukturbildende, nachhaltige als auch generationenübergreifende Förderung für die professionelle Tanzsparte in Berlin zu etablieren. Erste Schritte waren die Kampagne „Kahlschlag für den Tanz in Berlin?“, in der über 500 Unterschriften gesammelt wurden. Diese Kampagne wurde bei der Eröffnung der Tanznacht 2023 an den Kultursenator Joe Chialo überreicht. Es fanden zwei Diskussions-Treffen am 28.02.2023 mit Kulturschaffenden aus der Tanzszene und den Politikern Daniel Wesener und Daniela Billig/GRÜNE FRAKTION und zusätzlich am 29.02.2023 mit Dr. Robbin Juhnke/CDU statt. Die AG Tanzförderung arbeitet in Workshops an Möglichkeiten zur Strukturverbesserung des Berliner Tanzfördersystems und möchte ihre Ideen mit der Tanzszene und den Verantwortlichen der Kulturpolitik diskutieren.

Mitglieder der AGs sind: Christina Ciupke, Tanzcompagnie Rubato – Dieter Baumann & Jutta Hell, Tanzkollektiv Grupo Oito –  (Ricardo de Paula, Caroline Alves, Laura Alonso, Martina Garbelli, Cintia Rangel, Natalie Riedelsheimer, Miro Wallner), Public in Private – Jasna L. Vinovrški, Clément Layes, Kat Válastur , WILHELM GROENER – Günther Wilhelm & Mariola Groener, July Weber, Eva Meyer-Keller, Sergiu Matis, Eszter Salomon. Die AG Tanzförderung arbeitet intensiv zusammen mit seinen Unterstützerinnen und Unterstützern: Heike Albrecht, Alexandra Wellensiek, Christoph Winkler und Renate Graziadei.

Kontakt: agtanzfoerderungberlin@gmail.com

AG Arbeitskultur /AG Work Culture

……. wurde 2021 von Kasia Wolinska (ZTB e.V.) und Mateusz Szymanowka (Sophienseale) initiiert, um Diskussionen über die Kultur der Arbeit innerhalb der Berliner Tanzszene zu ermöglichen und Instrumente und Aktivitäten zu entwickeln, die letztendlich zu einer Verbesserung unserer Arbeitsweise führen sollen. Rund 20 TeilnehmerInnen und Freiwillige – TänzerInnen, ChoreografInnen, ProduzentInnen, DramaturgInnen, KuratorInnen und AktivistInnen – haben sich im Rahmen regelmäßiger Treffen das ganze Jahr über zusammengefunden, um die bestehenden und (möglichen) zukünftigen Arbeitsstrukturen und die sich daraus ergebenden Beziehungen zu untersuchen. Im Jahr 2022 will die Gruppe Leitlinien für den Berliner freien Tanz entwickeln, die dann der Community vorgestellt und weiter beraten werden sollen. Das grundlegende Ziel dieser Arbeit ist es, gute Praktiken innerhalb der Arbeitsumgebungen zu unterstützen, zu fördern und zu normalisieren – und dabei Probleme von Gewalt, (Selbst-)Ausbeutung, Erschöpfung und Ungleichheit innerhalb der Szene anzugehen.

AG Tanz und Elternschaft

…… ist ein Zusammenschluss und eine Initiative von Tanzschaffenden, mit dem Ziel die Arbeitsbedingungen Tanzschaffender in Elternschaft zu verbessern. Die AG arbeitet selbstorganisiert und ehrenamtlich. Seit November 2020 trifft sich die AG einmal monatlich online. Im gemeinsamen Austausch benennen und analysieren wir bestehende Defizite, Benachteiligungen und vorhandene Barrieren für Tanzschaffende in Elternschaft – in der Tanzszene und im Fördersystem – und entwickeln konkrete Lösungsvorschläge und -ansätze, wie diese behoben werden können. Regelmäßig laden wir spartenübergreifend Gäste aus der Szene und der Kulturpolitik ein und knüpfen neue Netzwerke mit weiteren Akteur*innen und Aktivist*innen.

AG Besetzung (Stand: April 2023):

Claudia Garbe, Janne Gregor, Jenny Haack, Anja Kolmanics, Heike Kuhlmann, Diana Thielen, Jasna Layes Vinovrski, Saskia Oidtmann, Linda Scholz, Steffi Sembdner, Maria Walser, Isabel Mohn, Johanne Timm

frühere AGs 2020 / 2021

17. Nov. / 18:00 ZTB Jubiläums AG
weitere Termine tba

18. Nov./ 18:00 Tanzförderung AG
weiterer Termine: Di 15.12.2020, Mi 13. Januar 2021

19. Nov./ 12:00 Tanz und Elternschaft AG
weitere Termine:  Do 17.12. 2020, Do 14.01.2021, Do 18.02.21, Do 18.03.21

7. Dez. / 17:30 Vereinsstruktur/ Ehrenamt AG
weitere Termine tba

Sicherung der Freien Kunstszene in Zeiten von Corona

ZTB e.V., Brief vom 15. März, 2020

Lieber Herr Lederer, lieber Herr Wöhlert, liebe Frau Köhncke,

Wir begrüßen sehr und sind dankbar, dass Sie die aktuelle, schwierige Lage der Kunst- und Kulturschaffenden öffentlich angesprochen haben.
Auf breiter Ebene brechen für Künstler*innen aller Sparten eingeplante Honorare und damit lebensnotwendige Einnahmequellen weg.
Auch viele der Tanzkünstler*innen und Tanzschaffenden in Berlin müssen mit Honorarausfällen aufgrund abgesagter Aufführungen im In- und Ausland und Projektverschiebungen auf unbestimmte Zeit kämpfen. Ein Großteil dieser Menschen hat keine Rücklagen, um die nächsten Monate zu überbrücken. Um das kulturelle Leben der Stadt in und auch nach der Krise zu sichern, bitten wir Sie, zügig zu handeln und dabei die Bedürfnisse und Arbeitsumstände von in prekären Arbeitsverhältnissen arbeitenden Künstler*innen bei Ihren Maßnahmen zur Abfederung der Folgen der Corona-Epidemie im Blick zu haben!

Dringend notwendig ist die kurzfristige Einrichtung eines Notfallfonds für freischaffende Künstler*innen aller Sparten, sowie ein kulanter, unbürokratischer Umgang mit laufenden Projektmitteln, Förderrichtlinien und Auszahlungs- und Abrechnungsmodalitäten.

Ein Notfallfonds für Notfallsituationen bei Projekt- und Aufführungsausfällen (sowohl im In- wie Ausland) sollte unbürokratisch und auf nicht rückzahlbare Soforthilfen ausgerichtet sein, um der spezifischen Situation und Abhängigkeiten freier Künstler*innen und damit verbundener Berufsfelder (wie freie Techniker*innen, Produktionsleiter*innen, Dramaturg*innen etc.) gerecht zu werden.

Umgang mit laufenden Projektmitteln:
– Auszahlung bewilligter Fördermittel in voller Höhe unabhängig von geplanten Proben und Aufführungen; z.B. auch für Proberaummieten, da sonst die Anbieter*innen in Insolvenz gehen würden
– Vorgezogene Auszahlung von Projektgeldern, um absehbare Härtefälle abzumildern
(siehe z.B. aktuelle Presseinformation 13.03.2020, Kulturdezernat Frankfurt <Weblink zur Presseinformation Kulturdezernat Frankfurt>)
– Verpflichtende Aufführungsanzahl grundsätzlich reduzieren, um ausfallende Vorstellungen nachholen zu können
– Anerkennung von Kosten, die durch Stornierungen entstanden sind
– Unkomplizierte Verschiebungen in das nächste Jahr ermöglichen
– Abdeckung von Mehrkosten, die durch eine zeitliche Verschiebung von Projekten entstehen

Wir hoffen die schwierige Situation gemeinsam durchzustehen.

Freundliche Grüße,

Cilgia Gadola, Barbara Greiner, Jenny Haack, Moritz Majce, Kareth Schaffer, Kasia Wolinska

Vorstand Zeitgenössischer Tanz Berlin e. V.